Tipps für ein erfolgreiches Fotoshooting

Tipps für ein erfolgreiches Fotoshooting

Da ich immer wieder auf Aussagen höre wie zum Beispiel „Hoffentlich klappt das Shooting“, „Gibt es etwas zu beachten?“ oder „Wie sollen wir posen?“ habe ich mir gedacht, dass ich einen kleinen Leitfaden schreibe, der erklärt, wie man gut vorbereitet zum Shooting kommt.
Die Vorteile liegen auf der Hand:

 Wer gut vorbereitet ist hat weniger Arbeit
Es ist entspannter
 Unsicherheiten werden im Vorfeld abgelegt
 Man erzielt schneller das gewünschte Ergebnis

Auch ich als Fotograf bin daran interessiert, dass der Kunde am Ende zufrieden auf das Shooting zurückblickt. Denn nur ein zufriedener Kunde ist ein guter Kunde, sagt man so schön im „Consumer Relationship Management“. Aber werfen wir die letzte Aussage einfach mal schnell über Board und befassen uns mit dem, was zu einem erfolgreichen Fotoshooting beitragen kann, beziehungsweise es unterstützt, das gewünschte Ziel zu erreichen.

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Frühzeitig beim Fotografen anfragen

Wer rechtzeitig um einen Termin bittet, wird nicht einfach irgendwo dazwischen geschoben und muss auch nicht mit Wartezeiten oder minutengenauer Beendigung des Shootings rechnen, weil schon der nächste Fotokunde hinten an steht.
Außerdem bietet es sich an, frühzeitig die Wünsche des Kunden zu wissen, da man dann für zusätzliche Deko oder Equipment sorgen kann, welche vielleicht benötigt wird. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender positiver Effekt ist, dass man sich als Fotograf Gedanken zum Ablauf machen kann und Moodboards erstellt, mit denen man am Tag des Shootings gleich dem Kunden zeigt was man umsetzen mag.

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Plane genug Zeit ein

Zeit ist ein schwieriges Thema. Denn es gibt fast nichts wichtigeres als genügend Zeit im Leben zu haben. Sei es für die Familie, den Job oder Hobbys.
Dennoch ist es ratsam für das Shooting mehr Zeit einzuplanen als gedacht.
Man bedenke das fertig machen Zuhause, die Anfahrt, das Shooting selbst und eventuelle Verzögerungen. Ist nicht genügend Zeit vorhanden findet man sich schnell in Stresssituationen.
Wenn der Terminkalender am Handy schon wieder aufleuchtet und man zum nächsten Vorhaben des Tages hetzen müsste, obwohl man noch nicht mal so richitg mit dem Shooting angefangen hat, kommt man „ins Schleudern“. Irgend etwas geht dann schief oder man kann auf den Bildern die Unzufriedenheit und den Zeitdruck förmlich von den Gesichtern der/s Modelle/Kunden ablesen.
Noch sehr wichtig sind die Punkte Unpünktlichkeit oder das nicht Erscheinen.
Ein Gräul für jeden Geschäftsmann ist Unpünktlichkeit oder Termine „vergessen“.
Natürlich kann man einmal einen Termin vergessen oder der Stau im Feierabendverkehr ist stärker als sonst. Aber auch ein Kunde muss sich an Abmachungen halten und hat die Pflicht Bescheid zu geben, wenn etwas nicht wie abgemacht funktioniert.

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Gesundheitlich nicht angeschlagen zum Shooting erscheinen

Wer krank ist gehört ins Bett oder auf das Sofa!
Das gilt für den Fotografen so wie seinen Kunden.
Solltest du dich nicht fit fühlen dann verschiebe lieber das Fotoshooting. Die blasse Haut der Grippe oder der Fieberschweiß lassen sich zwar mit Make-Up oder in Photoshop korrigieren. Das kostet aber unnötig Zeit und ist nicht wirklich sinnig.
Deine ganze Körperhaltung ist im Krankheitsfalle nicht so wie sie im gesunden Zustand ist.
Solltest du krank sein, dann bitte um einen anderen Termin. Das gilt für Fotografen und auch für den Kunden.

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Die passende Kleidung auswählen

Generell gilt: Trage die Kleidung, in der du dich wohl fühlst. Aber um böse Überraschungen zu vermeiden sind dennoch ein paar Punkte zu beachten.
Beim Shooting kommt es an was man trägt.
Wohlfühlklamotten sind bei einem Familien oder Partnershooting immer gut, dabei kann man auch gerne Partnerlook oder eine Art „Uniform“ durch Gleichheit der Kleidung tragen. Zu krasse Farben oder eine kunterbunte Zusammenstellung ist aber oft nicht angebracht.
Lieber etwas gedecktere Farben und auch auf Kleidung mit großen Logos verzichten.
Farbe mit Accessoires und Make-Up ins Spiel bringen.
Gibt es ein Thema oder eine Aussage, die man mit seinem Bild treffen mag muss natürlich auch die entsprechende Kleidung gewählt werden.
Eine Beratung, welche Kleidung passend ist, sollte vom Fotografen vorab inklusive sein!

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Vermeide Stress am Tag des Shootings

Wer schon gestresst zum Shooting kommt tut sich nichts gutes.
Für schöne Bilder braucht man Zeit und Ruhe.
Die meisten Personen, die sich für ein Shooting entscheiden, sind keine Models und das Posen ist nicht auf 5 min zu erlernen.
Wenn der Fotograf dann noch sagt: „Lass und das probieren, oder das.“, aber alles nicht so läuft, weil man unausgeglichen erschienen ist, schaukelt sich alles noch mehr auf und das Ergebnis wird weniger zufriedenstellend sein als möglich.

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Kommunikation ist wichtig

Während des Shootings kann es vorkommen, dass man sich bei einer Pose nicht wohl fühlt, es schwierig ist einen bestimmten Gesichtsausdruck zu zeigen oder gerade eine Pause braucht.
Wenn das so ist, dann sollte man das dem Fotografen mitteilen.
So wie der Fotograf Anweisung gibt darf der Kunde es ebenfalls. Du brauchst eine Pause, dann sag es. Die Position ist unbequem, dann sag es.
Denn der Typ hinter der Kamera kennt dich als Kunden nicht so gut, wie andere dich kennen oder du dich selbst.
Nicht jedes Anzeichen für Unwohlsein wird er richtig interpretieren oder erkennen.

Verpflegung - Für ein erfolgreiches Fotoshooting

Verpflegung dabei haben

Gehe niemals mit einem zu vollen oder zu leeren Magen zu einem Fotoshooting.
Beides ist nicht wirklich gut. Das eine macht einen träge, das andere lässt einen geschwächt sein.
Sei auch darauf gefasst, dass es bei längeren Shootings Pausen gibt. Wenn man dann hungrig ist, hat man nicht wirklich die Zeit, sich etwas zu Essen zu besorgen.
Etwas Obst und eine Flasche Wasser reichen aber oftmals zur Überbrückung.  Vielleicht gibt es aber auch ein Catering, wenn es eine etwas größere Sache ist.
Bei Unsicherheit vorab fragen!

Make-Up statt Bildbearbeitung

Auch wenn man mehrheitlich überwiegend nur noch digital fotografiert, erwarte nicht, dass es gang und gäbe ist, jedes Foto mit Beautyretusche zu versehen.
Retusche, die gut wirken soll, braucht Zeit. Diese Arbeitszeit muss für gewöhnlich bezahlt werden.
Auf einem Gruppenfoto wird der Fotograf kaum jedem die Haut glatt bügeln, außerdem wirkt es nicht passend.
Standardretusche und Farbanpassung sowie Stresspickel bei der Braut werden natürlich entfernt /sollte zumindest jeder Fotograf so machen /. Aber zu einem weiblichen Katalogmodel, welches Größe XS trägt, oder einem Paul Walker wird man nicht geformt.
Oft reicht es schon, wenn man sich ein gutes Make-Up verpassen lässt und natürlich die „passende“ Kleidung trägt.
Mit gutem Make-Up oder etwas Puder kann man das natürliche Hautbild beibehalten, aber speckige Haut oder Flecken werden entfernt.
Zu enge Kleidung kann Zonen betonen, die man eher nicht betonen möchte, die „Hochwasserhose“ ist doch nicht so hip wie man dachte.
Am Ende sieht man doof auf dem Bild aus.
In wie fern man Make-Up verwenden möchte oder es angebracht ist, kann einem der Fotograf sicher zur Auskunft geben. Auch sollte er kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn das Outfit auf dem Foto nicht so toll wirkt.

Übe mit Selfies

Hast du Angst davor, immer doof zu gucken, dann übe vorab.
Vor dem Spiegel oder mach ein paar Selfies.
Probiere alles vom „Duck-Face“ bis hin zum traurigen Hundeblick durch. Du wirst schnell merken was dir liegt und wie du die Muskeln in deinem Gesicht dazu benutzen musst.
Das hilft schon sehr viel, wenn du zum Beispiel ein Lächeln auf dem Gesicht haben magst, es aber nicht zu übertrieben übers ganze Gesicht ziehen möchtest.
Übung macht den Meister!

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