Polaroid Cube stabilisieren

Polaroid Cube stabilisieren

Neulich bin ich beim Stöbern im Netz auf ein interessantes Gadget gestoßen. Und zwar einem sehr günstigen Gimbal, den man dazu verwendet, um beim Filmen unruhiges Videomaterial von vornherein zu vermeiden.
Ich war auf der Suche meine Polarid Cube mit einer Handhalterung verwenden zu können und dadurch die Aufnahmen der Polaroid Cube zu stabilisieren. Dabei bin ich in Youtube auf folgendes Video gestoßen.

Worlds First Polaroid Cube Action Stabilizer w/Test Footage

 

Natürlich musste ich nach dem Video die Website von Glide Gear besuchen und habe festgestellt, dass es dort zu moderaten Preisen interessantes Videoequipment gibt.
Aber was bringt einem das Stöbern und Videos anschauen, wenn man nicht selbst testet. Also habe ich mir aus den USA einen „Glide Gear Smart Phone/GoPro Cellfie Stabilizer“ und ein „Glide Gear Polaroid Cube GoPro Accessory Housing“ gekauft.
Die Lieferung ging sehr schnell und nach nur knapp einer Woche hatte ich meine bestellte Ware.

Und so sieht das dann aus:

Was macht ein Gimbal?

Ein Gimbal stabilisiert deine GoPro | iPhone oder in meinem Falle auch die Polaroid Cube Kamera während des Drehs der Videoaufnahmen gegenüber den Bewegungen und Schwankungen. Verwackelte Videos gehören dann der Vergangenheit an (oder auch nicht).
Das System basiert auf den Grundfesten der Physik und bei einer korrekten Einstellung des Systems gleicht das vorhandene Gewicht in Verbindung mit den Gelenken die Erschütterungen und Bewegungen, die man verursacht, aus.

Um kurz etwas ins Detail zu gehen:

Die kardanische Aufhängung oder kardanische Lagerung (engl. gimbal) ist eine Lagerung in zwei sich schneidenden zueinander rechtwinkligen Drehlagern.

Sie wird zum Beispiel auf Schiffen für Messinstrumente oder andere Gegenstände benutzt. Dabei befindet sich der Schwerpunkt des zu lagernden Objektes unterhalb des Schnittpunktes der Drehachsen, so dass das Objekt eine Neigung seiner Umgebung nicht mitmacht.

Eine verbreitete Anwendung ist die kardanische Aufhängung einer rotierenden Masse (Kreisel) in einem Kreiselinstrument.

Das gleiche technische Prinzip wird beim Kardangelenk zwischen zwei gegeneinander schwenkbaren Wellen angewendet.

Die kardanische Aufhängung ist nach Gerolamo Cardano (1501–1576) benannt, der sie zuerst beschrieb.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kardanische_Aufhängung

Mein Test

Für einen ersten Test habe ich die Polaroid Cube an den Cellfie montieren wollen, dabei habe ich aber festgestellt, dass mir ein notwendiger Aufsatz fehlt. Um das Gehäuse auf den Cellfie montieren zu können, muss man noch einen passenden Stativanschluss haben (z.B. von einer GoPro). Da ich diesen nicht hatte…
Ich habe mir dann den passenden Anschluss besorgt und schon tat sich das nächste ärgerliche Ereignis auf. Die Polaroid Cube hat nicht genügend Gewicht um in Verbindung mit dem Gimbal gut zu funktionieren. Also musste ich mir etwas einfallen lassen. Dazu habe ich einfach zwei Gewindezapfen, die bei jedem Schirmneiger dabei sind, zwischen den Gimbal und dem Gehäuse als „Verlängerung“ eingebaut.
Längerer Hebel nach „oben“ – dadurch ergibt sich die Möglichkeit den Cellfie besser einzustellen.
Glide Gear zeigen in ihrem Video einen Prototypen des Adapters, der zukünftig wohl für die Polaroid Cube hergestellt wird. Es hat den Anschein, dass es damit besser gewichtet ist und somit einfacher einzustellen.

Glide Gear hat ein Tutorial veröffentlicht wie es funktioniert.

 

Ich muss schon sagen, beim ersten Einstellen und Austarieren hatte ich einige Probleme.
Vielleicht war es auch einfach nur, weil ich zu zappelig war.
Nach dem Einstellen habe ich ein paar Tests mit dem iPhone und mit dem Polaroid Cube gemacht. Dazu bin ich einfach im Haus Treppe rauf und runter – rauf und runter gelaufen.
Mit Cellfie – und natürlich dann auch ohne. Dabei habe ich festgestellt, man muss das System schon korrekt festhalten und immer den ganzen Körper bewegen, dadurch, dass es nicht elektronisch unterstützt ist wie teurere Geräte, kann man nicht alles ausgleichen und muss schon aufpassen wie man sich bewegt.

Und um euch den Unterschied zu zeigen, wie es wirklich aussieht, habe ich mich auch nicht gescheut euch ein kleines Vergleichsvideo aus dem fahrenden Auto zu drehen.

Fazit:

Meiner Meinung nach ist der Cellfie eine gute und günstige Lösung, die weder schlecht noch perfekt ist. Es kommt wirklich darauf an das Gerät gut einzustellen und auch etwas Übung im Umgang damit zu haben. Ein Verwackeln des Videos wird vorgebeugt und es ist schon eine Qualitätssteigerung zu sehen.
Wie immer kommt es auch darauf an „Was brauche ich – was möchte ich mir leisten“. Für meine Zwecke reicht der Cellfie in Verbindung als Stabilisator mit der Polaroid Cube oder dem iPhone.
Wenn ich auf einer Hochzeit oder im Urlaub damit kleine Videos drehe und als Resultat dann weniger verwackelte Aufnahmen habe, bin ich schon zufrieden. Wer mehr will muss das dreifache Löhnen und kommt am Schluss auf 300 – 800 Euro, je nach System und was man damit betreiben kann (GoPro – Spiegelreflex usw.).

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