Metal Franconia – warum Punk funktioniert

Metal Franconia – warum Punk funktioniert

Punk funktioniert immer!
Auch wenn es eine Musik ist, die ihre beste Zeit schon lange hinter sich gelassen hat, am Metal Franconia habe ich wieder gesehen und gehört warum wir doch alle irgendwie Punk sind. Grund meiner Erkenntnis dafür sind „Die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften“.

Aber fangen wir doch einmal von vorne an.
Nach dem grandiosen ersten Tag, den ich ehrlich auch etwas in meinem Körper spüre,  muss ich erst mal mit einem Omelette beginnen.
In meiner Unterkunft in Würzburg gibt es mittags für mich zum Frühstück Omelette mit Käse. Außerdem gönne ich mir einige Tassen Kaffee und etliche Gläser Wasser.
Ich fühle mich etwas dehydriert.

Gegen Nachmittag geht es dann zum Festival-Campingplatz, heute soll alles anders werden. Ich bin etwas aufgeregt, weil das meiner Meinung nach deutsche Pendant einer meiner finnischen Lieblingsbands (Klamydia) auf dem Festival spielt. Es sind die „Die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften„, die auch zufälligerweise sehr stark irgendwie an die Lokalmatadore erinnern.
Alles Punkbands…

Das Wetter ist nicht mehr so Bombe wie an Tag zuvor. Man merkt schon, dass die Leute etwas „down“ sind und das Wetter ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.
Gefeiert wird dennoch und am Zeltplatz mischen sich Metal- und Rocksongs mit den Kommentaren von Moderatoren der Sendung „Live aus dem Stadion“.
Fußballsamstag halt…

Der Punk beginnt – Die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften

Die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften

Irgendwann ist es so weit und ich bin dann doch in der Halle angekommen, wenn auch nicht rechtzeitig, aber es spielt heute eine Punkband (oder ist es einfach fränkischer Rock `n´ Roll), die ich nicht verpassen mag.
Die „Zwangers“ haben schon angefangen.
Ach wie geil – für mich ist es wie Ramones trifft auf Klamydia und Lokalmatadore.
Das führt dann zu Situationen wie zum Beispiel, dass zwei Mädels Discofox zu dem Song „Du gehst ins Puff mit dem Geld der Sparkasse“ tanzen. Irgendwie bewegt sich so ziemlich fast das komplette Publikum.
Vor allem bei Titeln wie „Leck mir die Sacknaht“ und „Pornokino“ brodelt die Masse.
Eigentlich schon sehr hartes Textmaterial, welches da von der Bühne einem entgegenschallt, aber etwas Erdung schadet niemanden. 😀

Ich brech ab!!!

Dew-Scented
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Nach etwas Pause zum Bühnenumbau spielt als nächstes „Dew-Scented“. 40 Minuten Thrash, anfangs ist das Publikum etwas starr aber das ändert sich dann doch nach der halben Spielzeit.
Die Frage des Sängers „Wart ihr gestern schon hier und auch besoffen?“ beantwortet das Publikum mit einer für Metalfans typischen Geste, der „Pommesgabel“, dazu wird gegröhlt.
Kommentar des Sängers: „Komisch warum Franken das immer am Lautesten beantworten“.
Von jetzt an ist das Eis gebrochen, das Publikum fängt an die Köpfe zu schütteln und einen Circle-Pit zu bilden.

Sodom

Sodom
Der Preheadliner des Abends ist „Sodom“, ein Urgestein der deutschen Metalszene, das Trio, welches jetzt schon seit 30 Jahren Thrashmetal macht, hat viel Publikum angezogen.
Die Halle ist fast voll und die an die 1000 Metalheads feiern ihre Idole.
Ich beeile mich mit dem Fotografieren, ich möchte auch etwas Headbangen und dazu Gerstensaft trinken.
Die Zeit vergeht wie im Fluge und der Headliner des Abends beginnt, für mich leider die Zeit den Abend zu beenden. Es wartet Arbeit am Sonntag auf mich hier in Hilpoltstein und der Bus geht schon am frühen Vormittag zurück.
Schade, dass ich die „Die Apokalyptischen Reiter“ nicht mehr dokumentieren konnte.

Zusammenfassend muss ich aber meine volle Begeisterung für das Metal Franconia 2015 aussprechen.
Es eröffnet doch irgendwie die Festival Saison hier in Franken, der musikalische Beitrag reicht von „Support Your Local Heros“ bis zu internationalen Größen wie dieses Jahr Korpiklaani.
Es war für mich nicht das erste Metal Franconia, aber es war das erste, bei dem ich am Freitag schon gemerkt habe, dass das Festival angekommen zu sein scheint.

Egal ob als Fotograf oder als regulärer Besucher, für mich steht ein Besuch im nächsten Jahr nicht außer Frage.

Ach ja, wenn der Tag für Daniel schon mit Punk als Highlight beginnt, dann soll es auch so enden.
Mark (der hier auf daniellerzer.de für Texte, Korrektur und „Mädchen für alles“ mitarbeitet) hat zufälligerweise eine Platte von „The Offspring“ im Auto.
Davon begleitet fahren wir nach Hause, auch wenn es kommerzieller Punk, der nicht fränkisch ist, ist.

Bilder Teil II:

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