Lerne deine Kunden mit einer Umfrage kennen!

Lerne deine Kunden mit einer Umfrage kennen!

Da ja mein Hauptaugenmerk mittlerweile auf der Hochzeitsfotografie und den Businessporträts, liegt habe ich mir gedacht, ich muss zumindest für die Hochzeitsfotografie einmal versuchen, etwas neutraler und deutschlandweit herausfinden, was der geneigte Kunde für Vorstellungen hat. Also galt es einen Weg zu finden den Kunden besser kennen zu lernen.

Dazu habe ich meine persönlichen Erfahrungen in einer von mir selbst programmierten Umfrage als Basis verwendet und darauf drei Kernfragen mit jeweils drei möglichen Antworten erstellt.
Die drei Faktoren sind ZEIT, GELD und PROBESHOOTING.

Warum diese drei Faktoren?

Letztendlich hat jeder Fotograf einen gewissen Tages- oder Stundensatz und überträgt das natürlich auf seinen Kunden in Form eines Angebots und anschließender Rechnung bei Buchung.
Warum und wie die Preise Zustande kommen lässt sich auf unterschiedlichste Art und Weise ermitteln.
Wer mehr erfahren mag kann dazu HIER eine ganz trockene Aufstellung zur Preisermittlung finden.

Für mich ist der Faktor Zeit wichtig, da ich, egal ob es sich um eine 5 Stunden Hochzeit oder eine komplette Tagesreportage handelt, zur Vorbereitung immer den selben Aufwand habe und in die Nachbereitung je nach Umfang etwas mehr oder weniger Zeit investiere.

Alles dreht sich ums Geld!
Niemand möchte umsonst arbeiten, vor allem nicht, wenn er weiß was sein Klient bereit ist auszugeben. Der Hintergrund ist ganz einfach. Wenn ich weiß was der Kunde bereit ist auszugeben dann kann ich mir genau überlegen, ob mein Angebot passend ist, ich die richtige Zielgruppe anspreche und in wie weit ich diese Vorstellung erfüllen mag und kann.

Warum frägst du nach einem Probeshooting?
Ganz einfach, weil ein Probeshooting ein nicht zu unterschätzender Aufwand ist. Mehr Absprachen sind notwendig, mehr Kundenkontakt in Form von Telefonaten oder Skypechats.
Ich bin gerne sehr gut vorbereitet.
Und sind wir einmal ehrlich: Abgesehen von ein paar Naturtalenten, Models und fotogenen Personen tut der gewöhnliche Kunde sich schwer vor der Kamera, selbst ich, der eigentlich wissen müsste wie es geht, sehe mein Gesicht nicht so gerne auf einem Bildschirm.
Das bedeutet nicht, dass er nicht fotografiert werden kann. Aber allein schon die Scheu zu überwinden und sich von mir fotografieren zu lassen, die Kommunikation und Anweisungen sofort zu verstehen und das dann noch am Tag der Hochzeit, kostet einem Hochzeitspaar Zeit, die es lieber feiernd mit den Gästen verbringen sollte.
Mit einem Probeshooting im Voraus sind Kunde und Dienstleister schon einmal in lockerer Atmosphäre aufeinander vorbereitet worden.

Wie bin ich bei dieser Umfrage vorgegangen?

Zuerst hatte ich mir Gedanken gemacht was die Kernfragen sein sollten und in welchem Maße ich mit Kunden über Zeit, Geld und Probeshooting kommuniziert hatte.
Daraus ergaben sich dann drei Fragen mit je drei möglichen Antworten.

  1. Zeit: maximal fünf Stunden, zwischen fünf und acht Stunden, mehr als 8 Stunden

  2. Geld: bis zu 500 Euro, zwischen 500 und 1000 Euro, mehr als 1000 Euro

  3. Probeshooting gewünscht: ja, nein, ich bin mir nicht sicher

Anschließend musste ich mir Gedanken machen wie der Kunde mir seine Antwort zukommen lassen kann.
Da ich ja auch im Webdevelopment tätig bin und schon etwas Erfahrung habe, wollte ich auf keine fertigen Umfragetools, WordPressplugins oder Surveymonkey und ähnliche Dienste zugreifen.
Also habe ich mir meine eigene Umfrage programmiert.
Dazu habe ich AngularJS, PHP und zwei Datenbanken verwendet.

Die fertige „Webapp“ habe ich dann auf meine Hochzeitsfotografen Webseite „installiert“.

Wie finde ich Teilnehmer?

Als ich dann meine Umfrage fertig hatte und nach diversen Tests und Probeläufen die Gewissheit hatte, eine funktionsfähige und ordnungsgemäße Umfrage erstellt zu haben, musste ich mir die Frage stellen: „Wie findest du freiwillige Teilnehmer für deine Umfrage?“
Dazu habe ich eine Facebookkampange gestartet!
Meine Zielgruppe lag dabei auf Facebooknutzer, die sich zum Beispiel für Brautmode, Hochzeitsmagazine, Hochzeitstorten und weitere Faktoren interessieren.
Die Umfrage war aufgeteilt in deutschlandweite Zielpersonen und einmal für Personen im eher lokalen Umfeld.
Damit die Teilnehmer auch der Kampagne Aufmerksamkeit schenkten und Heiratswillige angesprochen werden habe ich natürlich etwas verlost.

Folgendes Bild zeigt die Facebookwerbung.

Facebook - Werbeumfrage
Der von mir angesetzte Gewinn ist natürlich hoch angesetzt, auch die von mir investierte Arbeit und das Bewerben der Umfrage durch finanziellen Einsatz war nicht wenig.
Dennoch erschien es mir als einzig wirklich lukrativen Weg, gezielt die Kunden deutschlandweit anzusprechen.

Was ist der Erfolg dieser Umfrage?

Mit dieser Umfrage habe ich einen Anstieg meiner Besucher auf meiner Hochzeitsfotografenseite erkennen können. Zudem wurde die Anzeige mehrmals kommentiert und geteilt. Dadurch habe ich auch Personen erreicht, die nicht gerade zur Zielgruppe gehören, die aber womöglich wieder auf andere Personen verwiesen haben.
Ein leichter Anstiegt an „Gefällt Mir“ zur zugehörigen Facebookseite war ebenso die Folge.

Macht so eine Umfrage eigentlich Sinn?

Gemessen an dem Zeitaufwand, den eine nicht mit der Technik vertrauten Person hätte, wohl kaum.
Es fällt einiges an Arbeit an, die in größeren Betrieben einzelne Teams oder Abteilungen ausarbeiten würden. Allein die Programmierung und die Umsetzung auf allen Geräten in einer ansprechenden Weise ist ein nicht zu unterschätzender Berg an Arbeit und notwendigen Tests.
Da ich aber schon lange im Bereich Marketing, Design und Webentwicklung in unterschiedlichster Weise tätig bin (und es auch sein muss als Unternehmer) war es für mich eine sinnvolle Investition an Zeit und Geld.
Falls man sich aber nicht sicher in den Bereichen fühlt oder sein Unternehmen erst kürzlich gegründet hat, sollte man auf Hilfe zurückgreifen, dabei ist aber zu bedenken, dass hierfür wieder Kapital in die Hand genommen werden sollte. Umsonst gibt es fast nichts mit dem man wirklich zufrieden sein wird.

Vielleicht noch etwas zur technischen Komponente und der rechtlichen Situation

Damit ich mir sicher sein konnte nicht zu viele Trittbrettfahrer, Gewinngeile und Spaßteilnehmer an der Umfrage zu haben, habe ich die Umfrage nur nach einer Akzeptanz der AGB abschicken lassen.
Als weitere Sicherheit mussten die Teilnehmer ihre Emailadresse verifizieren.
An diese haben sie einen Bestätigungslink zur Echtheitsverifikation erhalten.
Außerdem waren serverseitig noch für den Nutzer nicht einsichtliche Sicherheitsmaßnahmen integriert.
Auch wurde bei Missachtung der AGB in Form einer mehrfachen Teilnahme unter gleichen Daten, wie zum Beispiel Emaildressen, die Nutzer nicht ein weiteres Mal in die Datenbank aufgenommen.

Emailadressen – jetzt ist Spam gewiss

Nein!
Natürlich habe ich mir die Option offen gehalten die Teilnehmer in einen Newsletterverteiler aufzunehmen.
Dazu mussten sie aber eine separate Einwilligung in Form eines Häkchens in einer Checkbox setzen.
Niemand wurde gezwungen!
Meine Erkenntnis daraus ist, dass 20% aller Teilnehmer bereitwillig diese Option genutzt haben.

 

Fazit und die Erfahrung aus dieser Werbeaktion bzw. Umfrage!

Die folgenden Bilder zeigen meine gewonnen Erkenntnisse aus dieser Aktion. Außerdem zeigt es euch auch, wie man als Unternehmer Mittel und Wege eingeht, um auf sich aufmerksam zu machen und besser den Kunden zu verstehen.
Der Weg ist kein leichter aber letztendlich haben der Dienstleister und der Kunde daraus dann nur Vorteile.

Kundenumfrage - Hochzeit I

 

Kundenumfrage - Hochzeit II

Kundenumfrage - Hochzeit III

Kundenumfrage - Hochzeit IV

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*