Ein Fotobuch von Saal

Ein Fotobuch von Saal

Vor geraumer Zeit wurde mir angeboten ein Fotobuch von Saal zu testen. Da ich die Firma schon durch Patrick Ludolph kenne und er auch Saal für Alben verwendet, dachte ich mir, das sollte ich auch einmal machen.
Um ein Album erstellen zu können benötigt man die SallDesignSoftware, diese kann man auf der Internetseite der Firma herunterladen. Nach dem Installieren und Starten der Software öffnet sich ein Fenster, welches Werbeaktionen zeigt und ebenso alle verfügbaren Produkte.
Ich wähle Fotobuch.

Die Qual der Wahl

Innerhalb der Kategorie Fotobuch finden sich weitere Unterkategorien und Möglichkeiten. Unter anderem auch ein Fotobuch XT (extra thick), wie es wohl von Carmen und Ingo verwendet wird oder verwendet wurde.
Da ich etwas möchte, was nicht ganz so dem Standard entspricht, wähle ich ein Fotobuch in 21×28 (also A4-Format), Innenseiten: matt, Cover: matt, die Möglichkeit ein wattiertes Cover zu erhalten ignoriere ich. Was ich etwas doof finde ist, dass für das Entfernen des Barcodes am Ende extra Gebühr berechnet wird.
Generell lässt sich sagen, dass die Optionen für Cover und Innenseiten des Fotobuches schon zahlreich sind, sie lassen jedem das passende Erscheinungsbild erstellen.
Dabei ist aber zu beachten, dass nicht jedes Foto auf ein glänzendes Cover oder umgekehrt auf ein mattes Cover passt. Ein wattiertes Cover wieder anders erscheint als ein unwattiertes.
Die Möglichkeit für Ledereinbände ist auch gegeben. Was ich aber aus persönlichen Gründen nicht vertreten kann. 😉
Zusätzlich gibt es noch die Option eine passende Geschenkverpackung in schwarz oder weiß hinzu zu buchen.
Zu guter Letzt ist die gewünschte Anzahl an Seiten auszuwählen. Hierbei ist aber zu erwähnen, dass man auch weitere Extraseiten anlegen kann, welche dann einzeln abgerechnet werden.

Geht man einen Schritt weiter bekommt man die Option eine Vorlage des Buches zu wählen, diese kann leer sein, ein fertiges, leeres Layoutdesign sein, die Bilder können vollflächig platziert werden oder man kann das Layout und Bilder zufällig füllen lassen.
Für mich gibt es da nur eine Option: leere Vorlage.
Nur ich weiß wie ich meine Bilder ansprechend angeordnet haben möchte.

saal_fotobuch_details

Das Anlegen der Seiten des Fotobuch von Saal

Die nun erscheinende Oberfläche bedarf einer Einarbeitung.
Bevor man Bilder für eine gewünschte finale Größe (z.B. in 10×15 cm) hineinziehen kann braucht man eine Objektbox, diese kann man dann in Breite und Höhe mit dem rechts erscheinenden Eigenschaften anpassen.
Es lässt sich aber auch ein Bild einfach via „Drag and Drop“ auf die Seite ziehen und ablegen. Die Bildauswahl findet man links unter einer wie allgemein bekannten Ordnerstruktur. Ebenso bietet dieses Fenster Cliparts und vorgefertigte Designs und Layouts. Die erwähnten Cliparts sind meiner Meinung nach etwas Unsinn und gehören nicht in ein Fotobuch, mit dieser Möglichkeit gibt man dem „Nicht-Fotografen“ die Möglichkeit seine Bilder mit digitalen Stickern zu versehen. Und das ist etwas was ich als Fotograf definitiv nicht möchte.
Auch die vorgefertigten Layouts richten sich an die große Masse. Es werden vorgefertigte Hintergründe und Bildboxen angeboten, ebenso TextBoxen, die man mit Text füllen kann.

saal-digital-software-oberfläche
Mich stört das nur, da ich damit nichts anfangen kann und in die Gefahr laufe in der Masse des Einheitsbreis unter zu gehen. Wobei ich anmerken darf, dass diese Optionen und Layoutvorgaben durchaus ihre Berechtigung haben. Es erleichtert jemanden, der sich damit nicht so sehr auseinandersetzen mag, ungemein die Arbeit.
Und im Fall der Fälle kann man ja auch noch die integrierte Chatmöglichkeit mit einem Betreuer / Berater wählen oder ein Tutorial durcharbeiten. Dieses wird auf der Firmenseite angeboten.

Nach dem Design kommt die Prüfung

Habe ich mein Fotoalbum / Buch / fertig gestaltet prüft die Software ob alles passend ist. Das ist ungemein gut. So werden leere Objektboxen, unausgefüllte Textfelder oder leere Seiten erwähnt.
Ist das alles geprüft, geklärt und abgenommen kann man noch einmal die Optionen des Produktes prüfen. Hier kann man sich dann noch einmal umentscheiden, welches Cover oder welche Seitenoberfläche gewünscht ist.
Danach geht es ab in den Warenkorb und die Bestellung kann beendet werden.

saal_fotobuch_test

Ein Blick auf die Qualität

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zur Qualität des Buches verlieren.
Ich bin im großen und ganzen wirklich sehr zufrieden. Die Seiten des Buches sind echtes Fotopapier, die Qualität des Druckes ist sehr gut und ich finde auch die Farbwiedergabe entspricht dem was ich erwarte.
Das kann aber nur so sein, wenn man für die Fotos, die man verwendet, das entsprechende Farbprofil des Herstellers beim Softproof verwendet. Darauf sollte geachtet werden. Der Laie wird sich hierbei überfordert fühlen oder keine Möglichkeit haben seine Bilddateien mit dem entsprechenden Profil auszustatten. Die ICC-Profile sind auch nur für den Softproof zu verwenden und dürfen nicht in die Datei eingebettet werden.
Um das kurz zu erklären:
Mit einem kalibrierten Monitor sieht man im Voraus wie die Farben aussehen werden wenn das Buch vom Druck kommt. Die Datei an sich bleibt in dem von Saal erwartetem Format wie zum Beispiel sRGB (sRGB IEC61966-2.1), Adobe RGB (1998) und ProPhoto RGB.
Das kann sich je nach Produkt unterscheiden. Mit sRGB liegt man aber immer richtig.

Eine kleine Enttäuschung gibt es

Was mir nicht bewusst war aber durchaus kein Problem darstellt, ist, dass die erste und die letzte Seite direkt an das Cover „geklebt“ werden. Dadurch hat man keine, wie für ein Buch gewünscht, Leerseite.
Dadurch wird man gezwungen pro Buch jeweils zwei Leerseiten am Anfang und am Ende einzuarbeiten.

saal_fotobuch_test_draufsicht

Mein Fazit zum Fotobuch von Saal

Die Qualität stimmt auf alle Fälle. Saal braucht sich nicht hinter anderen Anbietern zu verstecken, die Produktionszeit war relativ schnell und die Lieferung ebenso.
Ich hatte da schon ganz andere Erfahrungen mit anderen Anbietern. Die Softwareoberfläche finde ich etwas zu stark für den Massenkonsum gestaltet. Beziehungsweise sehe ich, dass auch der Massenendverbraucher angesprochen wird. Ich finde jeder sollte sich einmal seine eigene Meinung bilden und den Versuch wagen. Für Hochzeitsbücher bieten sie eine gute Qualität zu einem Preis, der etwas über den von anderen Anbietern liegt, dabei bekommt man aber auch hochwertigen Druck und hochwertiges Papier.
Es ist aber darauf hinzuweisen, dass man für die Gestaltung schon Zeit einplanen darf, vor allem da die angebotenen Layouts nicht unbedingt mit dem Bildformat, welches man produziert hat, übereinstimmen.
Die geschmacklichen Ansprüche was das Design betrifft von Person zu Person unterschiedlich sind.

Also lieber etwas mehr Zeit einplanen und selbst die Bildseiten designen.

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